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Kronen Zeitung

vor 7 Stunden
ADMIRAL Bundesliga

DIE SZENARIEN UM TOP-6

Bundesliga: Statt alles entschieden, Spannung pur

krone Sport

Statt alles entschieden, Spannung pur: Yann Massombo bescherte der Fußball-Bundesliga mit dem 1:1-Ausgleichstreffer für Altach im Heimspiel gegen Rapid in der 86. Minute einen Showdown am kommenden Sonntag (17.00 Uhr) um die letzten beiden Tickets in der Meistergruppe. Der Fünfte Hartberg (32 Punkte) hat dabei die klar beste Ausgangsposition. Rapid (30), Altach (29), Ried (28) und WSG Tirol (28) kämpfen ohne direktes Duell dahinter um den beliebten sechsten Platz.


„Natürlich wäre es perfekt gewesen mit einem 1:0-Sieg, aber es ist nicht so gelaufen, wie wir das gehofft hatten. Es gibt in dieser Liga keine einfachen Spiele“, analysierte Rapid-Trainer Johannes Hoff Thorup. Durch Andreas Weimanns Premierentreffer (50.) war im Stadion Schnabelholz eigentlich alles angerichtet für den zweiten Sieg in Folge. Die Wiener ließen sich nach einer vergebenen Topchance von Bendeguz Bolla (80.) aber noch die Butter vom Brot nehmen. „Es ist sehr frustrierend, dass wir es nicht geschafft haben, das 1:0 übers Ziel zu bringen“, meinte Weimann.

Bild: GEPA

Hoff Thorup „sehr enttäuscht“ über 1:1
Sein Trainer sah es ähnlich: „Es ist sehr enttäuschend, dass es nicht gelungen ist, das zweite Tor zu erzielen. Ich bin sehr enttäuscht über das Ergebnis.“ Unabhängig davon habe er in 80 Prozent des Spiels „sehr viele gute Sachen“ gesehen. Vor allem aus defensiver Sicht, wo man abgesehen vom Gegentreffer Flanken und lange Bälle richtig gut verteidigt habe. „Die Jungs haben kaum etwas zugelassen“, sagte Hoff Thorup.

Nicht gut zu sprechen war der Däne auf Schiedsrichter Christian-Petru Ciochirca, der einen Ringkampf von Tormann Dejan Stojanovic auf der Linie mit Nikolaus Wurmbrand nach weniger als 20 Minuten trotz Ansicht der TV-Bilder ungeahndet ließ. Laut dessen Begründung habe Wurmbrand den Tormann zuvor nach hinten gedrängt, damit ein Foul begangen. „Es war ein ganz klarer Elfmeter, ich war sehr überrascht, dass er nicht gegeben wurde“, monierte Rapids Coach.

Beinahe wäre es für sein Team nach dem Ausschluss von „Joker“ Jakob Schöller (90.) noch bitterer gekommen, Niklas Hedl wehrte einen Ingolitsch-Volleyschuss aber ab (94.). Dadurch hielten die Wiener nach der 21. Runde Rang sechs vor den Vorarlbergern. „Wir müssen positiv bleiben, an unsere Stärke glauben. Wenn wir als Mannschaft unser Level erreichen, dann haben wir Chancen“, sagte Hoff Thorup angesichts des Sonntagduells mit Tabellenführer Salzburg. Auch Weimann ist guter Dinge. „Wir haben alles in eigener Hand, müssen es halt nächste Woche klarmachen“, sagte der Stürmer.

Altach kann „nur gewinnen“
Entgegenkommen könnte Rapid, dass Salzburg zuvor am Mittwoch noch im Cup-Halbfinale auf Altach trifft. Rapid und Altach sind die Teams, die auch noch Fünfter werden, somit Hartberg ärgern können. Die Vorarlberger müssen allerdings nach dem Cup-Auftritt bei Meister Sturm Graz ran. Um das Cup-Finale und einen Platz in der Meistergruppe in der 22. Runde zu spielen, ist ein Novum für den Ländle-Club. „Wir wissen, dass es zwei Bretter sind, aber es ist ein Privileg, dass wir überhaupt in dieser Situation sind. Wir haben uns das erarbeitet und können in beiden Spielen nur gewinnen“, sagte Ognjen Zaric.

Unter seiner Führung gab es in fünf Pflichtspielen noch keine Niederlage. Dass man nach einem Unentschieden gegen Rapid enttäuscht sei, zeige, dass man in den vergangenen Wochen „alles richtig gemacht“ habe. Bei Ried lief in den vergangenen Wochen auch viel gut, das 1:2 beim Vorletzten GAK war aber nun ein bitterer Rückschlag im Kampf um die Top sechs. Coach Maximilian Senft sprach von einer kleinen Chance, Voraussetzung ist einmal ein Sieg daheim gegen die Wiener Austria. „Wir müssen es nehmen, wie es kommt. Ziel bleibt der Klassenerhalt“, sagte Senft.

Bild: GEPA

Vorerst ist der Blick aber auch im Innviertel auf den Cup gerichtet, wo es im Oberösterreich-Duell am Mittwoch gegen den LASK geht. „Das wird ein ganz anderes Spiel mit uns in der Underdogrolle.“ WSG Tirol hielt die minimale Chance aufs „obere Play-off“ mit einem 3:2 bei Schlusslicht Blau-Weiß Linz aufrecht. „Wir sind immer noch dabei in der Verlosung um etwas Außergewöhnliches, und das mit unseren Möglichkeiten. Das macht mich schon sehr stolz. Und wenn es am Ende nicht passiert, dann geht die Welt auch nicht unter“, verlautete WSG-Coach Philipp Semlic. Sein Team empfängt noch den GAK.

Hartberg reicht schon Unentschieden
Hartberg hat mit BW Linz von der Papierform eine noch leichtere Aufgabe und zudem beste Voraussetzungen. Schon mit einem Remis wäre zum dritten Mal und wie zuletzt 2024 der Einzug in die Meistergruppe fixiert. „Wir kennen die Situation, nachdem wir das ein-, zweimal schon erlebt haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir es schaffen werden“, sagte TSV-Mittelfeldspieler Tobias Kainz. Der Punkt gegen die Salzburger könne „Goldes wert sein“.

Sowohl für Hartberg als auch für Trainer Manfred Schmid persönlich war das Remis der erste Punktgewinn in Salzburg. „Nach vorne hätten wir etwas mehr machen können, aber das Ergebnis gibt uns recht und ist top“, sagte der Wiener. Nun werde man gegen Blau-Weiß Linz „mit voller Überzeugung ins Spiel gehen. Der Erfolg wäre unglaublich, wenn man bedenkt, was in Hartberg im Sommer passiert ist, wie groß der Umbruch war.“

Bild: Christof Birbaumer

Nur bei einer eigenen Niederlage und gleichzeitigen Siegen von Rapid und Altach könnten die Steirer noch unter den Strich rutschen. Bei Punktegleichheit mit Altach würde aufgrund des ausgeglichenen direkten Duells das Torverhältnis den Ausschlag geben, wobei der TSV mit einem Vorsprung von vier Toren startet.

„Über 90 Minuten dominant“, aber ohne Sieg
Für Salzburg geht es in der 22. Runde darum, Platz eins zu verteidigen. Gegen Hartberg verzweifelte der Leader fast. Salzburg war „über 90 Minuten dominant“, wie Trainer Daniel Beichler anmerkte. Der 37-Jährige attestierte seinem Team ein gutes Spiel. „Es hat Spaß gemacht, der Mannschaft zuzuschauen. Es waren auch viele kreative Momente da, vor allem das Spiel über den Flügel wurde gut aufgezogen, aber wir brauchen noch mehr brutalen Killerinstinkt in der Box“, sagte Beichler.


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